Veranstaltungsrückblick

13. bis 15. Mai 2022:
Jubiläumsveranstaltung: 50. Bundestreffen und 70 Jahre Bestehen der Egerland-Jugend

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause war es endlich soweit! Zu diesem besonderen Anlass entschlossen sich 18 Mitglieder aus unserer Gmoi, anzureisen und als Mitwirkende und Gäste teilzunehmen. 

In Fahrgemeinschaften erreichten wir am Freitag Nachmittag Marktredwitz und bezogen die gebuchten Zimmer im MAK Hotel. Anschließend fuhren wir zur Schule in die Stadt, um unsere langjährigen Freude aus anderen Gmoin (Hessen, Bayern und Baden-Würtemberg) zu treffen.
Alexander Stegmaier, der Bundesführer der Egerland-Jugend hat gemeinsam mit dem Vorstand ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Günter Wohlrab, der Vüarstäiha der All-Eghalanda Gmoi Rawetz (Marktredwitz), hatte dafür bereits vieles im Vorfeld vor Ort und auch grenzübergreifend in Tschechien organisiert. Immer unterstützt von Frau Jana Motlikova, die professionell übersetzte.
Am Freitag Nachmittag fand der Empfang im Egerland-Kulturhaus statt. Die Bürgermeisterin der Stadt Marktredwitz Christina Eisa hieß die Egerländer willkommen. Der Landrat Peter Berek lobte das Engagement der Egerländer, die es über Generationen schaffen, das Brauchtum zu bewahren und stets weiterzugeben.
Abends saß man gemütlich zusammen, schwelgte in gemeinsamen Erinnerungen und es wurde auch fleißig getanzt, gesungen und getrunken.
Samstag Vormittag übten alle Anwesenden gemeinsam, um am Abend ein schönes Programm beim „Egerländer Volkstumsabend, dem Notenbüchl“ bieten zu können. In den einzelnen Gmoin gibt es doch in den Volkstänzen einige Unterschiede in der Umsetzung der Tanzfiguren, und so haben wir versucht, die Gruppen zu harmonisieren. Jeder, der konnte und mochte, war eingebunden. Dies ist besonders schön, da einige Gmoin leider keine eigenständige Tanzgruppe mehr bilden können.
Nach einem Mittagessen in der Schule fuhren drei Busse über die Grenze nach Elbogen, auf Tschechisch Loket. Kaum angekommen, erregten unsere schönen Trachten viel Aufmerksamkeit. Wir wurden freundlich und interessiert aufgenommen. Am Marktplatz führten die Gruppen Tänze und Lieder in unterschiedlichen Formationen auf.
Nachmittags hatten wir etwas freie Zeit, und nutzen diese für einen Spaziergang, zum Genuß eines böhmischen Bieres und dem Elbogener Pumpernickel.Abends kam es dann zu dem großen Ereignis, dem Volkstumsabend im Kulturzentrum Dvorana. Der Bürgermeister Petr Adamec freute sich, dass seine Stadt auserwählt wurde, um das erste grenzüberschreitende Treffen dieser Art auszurichten. Eine Reihe von deutschen und tschechischen Ehrengästen sprach Grußworte.
„Noch vor wenigen Jahren wäre so eine Veranstaltung hier nicht denkbar gewesen“, sagte Steffen Hörtler, Landesobmann für Bayern in der Sudetendeutschen Landsmannschaft.
Die musikalische Leitung hatte in bewährter Art und Weise Roland Hammerschmied aus der Gmoi Geretsried inne. Die Bunker Blasmusik stellte gemeinsam mit den Egerländer Gruppen aus Geretsried, Stuttgart, Ingolstadt, dem Landesverband Hessen und Offenbach ein wunderbares Programm auf die Bühne. Ein Ohrenschmaus stellte auch das Duo, Trio und Quartett aus der Gmoi Nürnberg dar; ihr Gesang in perfekter Egerländer Mundart rührte einige zu Tränen. Eingeladen war auch die Kinder- und Jugendfolkloregruppe Marjánek aus Marienbad. Sie tanzen leichtfüßig und brachten viel Stimmung.
Wir Offenbacher boten den Tanz „Klodrauer Roja“ dar. Und was musste passieren? Die Technik versagte in den ersten Sekunden der Darbietung und unsere CD mit der Musik konnte nicht abgespielt werden. Hier zeigte sich unser Zusammenhalt und die jahrzehntelange Erfahrung. Ohne ein Wort zu verlieren machten wir spontan weiter mit der Darbietung und unsere vier Paare sangen den Text der Melodie. Im richtigen Tempo bleibend tanzten wir souverän zu Ende und gingen erleichtert und mit großem Applaus von der Bühne.
Besonders freut mich, dass die jüngsten aktiven Teilnehmer des Treffen aus Hessen kamen! Aus unserer Freundschaftsgmoi Dillenburg waren Mona Hafer mit Mann Christof sowie den dreijährigen Zwillingen Ella und Falk angereist. Wir haben schon einige Mal zusammen getanzt. Unsere Katharina König war mit dem dreijährigen Linus und ihrem Baby Nils dabei.
Ella, Falk, Linus, unsere Mädchen Laura und Miriam tanzten mehrfach gemeinsam mit Schülern der Gmoi Geretsried zusammen den Schustertanz und die Spitzboumpolka. Das ging zu Herzen und war wunderbar anzusehen.
Als es zum Punkt „Ehrungen“ kam, herrschte gespannte Stille im Saal. Insgesamt wurden 9 verdiente Mitglieder der Egerland-Jugend ausgezeichnet. Als mein Name durch Anja Jobst anmoderiert wurde, war ich sehr überrascht und nervös.
„Ein Vorbild für die Koordination von Beruf, Familie und Ehrenamt sollte für uns alle Edith Zaschka-Domes sein. Seit 2001 leitet sie die Egerland-Jugend Offenbach und ist ein tatkräftiges Mitglied, das die Egerland-Jugend in Hessen hervorragend nach außen präsentiert. Edith bereichert die Landes-/ und Bundesjugendführung immer wieder mit kreativen Ideen. Edith ist der Erhalt der Egerländer Kultur sehr wichtig und sie arbeitet viel dafür, dass auch die dritte Generation das Egerländer Brauchtum kennt und pflegt. Als Anerkennung für Ediths Einsatz hat sie bereits 2008 die bronzene Ehrennadel und 2015 das Bundesehrenzeichen erhalten. Nun gilt es mit der Silbernen Nadel zu folgen. Herzlichen Glückwunsch und danke für Deinen Einsatz!“
Welch eine Ehre für mich! Meine Familie und viele Gmoifreunde freuten sich mit mir. Zu meiner 30-jährigen Mitgliedschaft in diesem Jahr nun noch die „Silberne Nadel“. 

Spät abends fuhren wir wieder nach Marktredwitz zurück und nach einer kurzen Nacht hieß es am Sonntag zeitig aufstehen, die Trachten anziehen und auf zur Egerländer Messe in die Herz-Jesu Kirche. Der Gottesdienst wurde vom hiesigen Pfarrer und einem Bischof aus Tschechien gestaltet. Der Chor der Egerland-Jugend bereicherte mit perfekt vorgetragenen Kirchenliedern. Die Fürbitten wurden von Kindern aus Geretsried vorgebracht. Der Fahnenein- und auszug war ein bewegender Moment und von allen Besuchern gerne gesehen.
Ab 11:30 Uhr fand das Offene Tanzen und Singen am Egerlandbrunnen statt. Die aktiven Mitglieder boten nochmal ihr breites Repertoire an Mundartliedern und Volkstänzen dar. Der „73er“ brachte ordentlich Stimmung.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Egerland Kulturhaus (Schweinebraten, Kraut und Knödel) wurden noch ein paar Fotos geschossen und man trat die Heimreise an.
Ein großer Dank geht an die Organisatoren dieses ersten grenzüberschreitenden Treffens. Man spürte, dass die Wunden der Vertreibung heilen und wir, die Bekenntnisgeneration, das Unrecht, das geschehen ist, von Erzählungen unserer Großeltern kennen und dafür Sorge tragen möchten, dass dies nicht wieder passiert. Mahnende Worte gingen wiederholt an das Geschehen in Russland und die Bitte um Mitgefühl und Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung. Dialog ist das Wichtigste,um ein vereintes Europa zu erschaffen und zu erhalten.

Bericht: Edith Zaschka-Domes

Montag 18. April 2022:

Osterspaziergang mit den Egerländern

Zu einem Spaziergang am Ostermontag hatte die Egerländer Gmoi’ z Offenbach ihre Mitglieder eingeladen. Treffpunkt war um 14.00 Uhr in Bürgel das Christine-Kempf-Haus. Das schöne Wetter mit viel Sonne, und angenehmen Temperaturen lud förmlich zu einem Spaziergang durch Bürgel ein. Angeführt durch den Osterhasen (Jutta Lehmann) ging es dann Richtung Bürgeler Neubaugebiet zum Main. An der Uhlandschule machte man einen kurzen Stopp, dort gab der Osterhase für die Gmoimitglieder eine kleine Stärkung aus. Um 15.00 kehrte man dann zum Kaffeetrinken in das Christine-Kempf-Haus ein, dort bekam jeder vom Osterhasen ein buntes Osterei überreicht. Vorsitzende Gertraud Hirsch begrüßte die Anwesenden Gmoimitglieder aufs herzlichste. Für die Mitglieder der Schülergruppe hatte der Osterhase einige Eier und Überraschungen versteckt. Anschließend gab es noch ein paar Spiele, wie Eier aufrollen oder Osterhase umwerfen. Eine Challenge, wer kann am schnellsten das große Holzpuzzle mit dem Egerländer Wappen mit Tanzpaar zusammensetzen, machte Groß und Klein spaß. Die drei schnellsten bekamen einen Preis überreicht.

W. Lehmann

Sonntag 10. April 2022:

Egerländer Totenehrung auf den Neuen Friedhof

Pandemie-bedingt konnte die Egerländer Gmoi’ z Offenbach zwei Jahre an keiner Beerdigung ihrer Mitglieder teilnehmen. So hatte der Vorstand beschlossen für alle bis dato Verstorbenen eine kleine Totenehrung wahrzunehmen. Am Sonntag traf sich eine Abordnung des Vorstandes, alle in Egerländer Tracht auf dem neuen Friedhof. In einer kleinen Prozession mit der Vereinsfahne vorweg ging es vom Parkplatz bis zum Krieger-Ehrendenkmal. Dort legte der Vorstand einen Kranz nieder und die Vorsitzende Gertraud Hirsch gedachte in einer kleinen Ansprache der verstorbenen Mitglieder. Unser Mitglied Wolfgang König spielte auf seiner Trompete „'s is Feierobnd“. Anschließend wurden noch ein paar Gräber von verstorbenen Vorstandsmitgliedern besucht.

W. Lehmann

Bericht über die Frühjahrstagung des Landesverbandes der Egerländer in Hessen – 3. April 2022

Die Tagung konnte nach zweijähriger Corona-Zwangspause nun wieder in Präsenz in Limburg-Linter stattfinden.

Da der Beginn auf 9:30 Uhr festgesetzt war, hieß es für uns: Sonntags früh aufstehen und in Tracht werfen. Um 8 Uhr trafen wir uns bei Iris Plank in Neu-Isenburg. Iris, Erich und Gertraud Hirsch sowie ich fuhren gemeinsam in einem Auto nach Limburg und vertraten unsere Gmoi.

Im Saal einer Gaststätte bildeten die 29 anwesenden Egerländer aus verschiedenen hessischen Gmoin eine geschlossene Gesellschaft.

Die Begrüßung erfolgte durch unsere Landesvorsitzende Gerlinde Kegel aus Herborn. Jürgen Zuber führte wie immer in seiner Rolle als Kulturwart gekonnt durch das Programm. Dieses konnte sich wie immer sehen lassen; es war lehrreich und interessant.

Den Anfang machte der von Felix Mückstein ausgearbeitete Vortrag „Die Egerländer von 1945 bis heute“. Der junge Mann aus der Gmoi Hungen hielt diesen vor einigen Jahren als Referat in der Schule. Die Ausarbeitung wurde sehr gelobt, da in den Schulen im Allgemeinen zwar der zweite Weltkrieg behandelt wird, jedoch meistens das Schicksal und die Hintergründe der Vertreibung der Sudetendeutschen nicht erwähnt wird. Mona Hafer unterstützte ihn bei der Präsentation. Am Ende des Vortrages standen Gedanken zum Unrecht von Vertreibung und Enteignung generell. Diese trafen die aktuelle Situation mit dem Krieg in der Ukraine und des entstehenden Unrechtes auf den Punkt.

Nun folgte der Vortrag von Jürgen Zuber. Er referierte über die Entstehung und Entwicklung der Egerländer Kurkapellen. Neben vielen wissenswerten Fakten fühlten wir uns durch Zeigen von alten Bildern der Kapellen lebendig in die alte Zeit zurückversetzt. Auch das Thema Militärmusik wurde beleuchtet. Unterschiede zwischen Berufs- und Freizeitmusikern, dem Sold der damaligen Zeit, der hohen Anzahl von Kurkonzerten und der beeindruckenden Personalstärke und Vielfalt der Kapellen. Und wie gern und oft früher „zum Tanz gegangen“ wurde.

Den dritten Vortrag hielt unsere Vorsitzende Gerti Hirsch zum Thema „Erinnerungen an Ernst Mosch“. Am 20. Mai 2019 war der 20. Todestag von Mosch. Gerti arbeitete hierzu eine Präsentation aus, die sie schon auf einem unserer Hutznabende vor der Pandemie hielt.

Gerti sprach über die Stationen im Leben von Ernst Mosch. Wie bescheiden er aufwuchs, seinen unbändigen Wunsch, Berufsmusiker zu werden. Dann eine Verletzung am Daumen im Krieg und das Schicksal der Vertreibung. Den Aufbau von einer unglaublichen Weltkarriere mit über 1.000 gespielten Konzerten vor ausverkauften Hallen. Mehr als 44 Millionen verkaufte Tonträger in 42 Ländern. Der „Mosch-Klang“ wird bis heute oft kopiert, aber nicht erreicht. Mosch war eine außergewöhnliche Persönlichkeit und hat die Egerländer Musik weltbekannt gemacht. Er blieb trotz der Erfolge immer bodenständig und lebte glücklich mit Ehefrau und den drei Töchtern in Germaringen. Während des Vortrages spielte ich Ausschnitte aus einer TV-Sendung ein, in welcher Mosch mit Kapelle und Gesangspartnern viele bekannte und beliebte Stücke und Märsche spielte. Bei einigen im Saal kam Wehmut auf und man wollte am liebsten sogleich das Tanzbein schwingen.

Nach einer Pause sahen wir den Film „Blick in eine verlorene Welt“. Dieser Vortrag wurde bereits einmal auf der Bundeskulturtagung in 2019 gezeigt. Kinder von damals berichten als Zeitzeugen über Erlebnisse und die Vertreibung aus Stadt und Kreis Tachau. Ein Kamerateam besuchte bedeutsame Orte und Baudenkmäler, die an die alte Heimat erinnern. Die Erzählungen und die starke Heimatliebe auch nach über 70 Jahren sind bewegend und sehr menschlich geschildert.

Der Film kann jederzeit kostenlos auf You Tube im Internet angeschaut werden:

https://youtu.be/P8zRw3EFQ-A

Nun folgten die Berichte von unserer Landesvorsitzenden Gerlinde Kegel sowie von unserer Landesjugendführerin Mona Hafer. Beide betonten, wie gut es tut, dass wir uns wieder treffen können. Und wir alle mithelfen sollen, dass die Gmoimitglieder den Zusammenhalt bewahren und es bald wieder Veranstaltungen geben soll. Wenn Gmoivorstände sich aus Altersgründen auflösen, soll alles getan werden, um verbliebene Mitglieder in andere Gmoin zu integrieren. Aktuell gibt es noch 11 Gmoin in Hessen.

Vom 13. Bis 15. Mai 2022 findet das Bundesjugendtreffen statt. Es ist das Jubiläumstreffen in Marktredwitz und Elbogen !!!

50. Bundesjugendtreffen und 70 Jahre Egerland-Jugend

Es wird das erste grenzüberschreitende Treffen werden. Samstags ist ein Offenes Tanzen und Singen auf dem Marktplatz in Elbogen geplant und abends das „Egerländer Notenbüchl“ im Kulturzentrum Dvorana in Elbogen. Aus den Offenbacher Reihen werden wir mit ca. 24 Personen anreisen, was mich sehr freut. Besucher/Gäste sind herzlich willkommen! Sprechen Sie uns an.

Abschließend gab es auf der Frühjahrstagung noch die Möglichkeit der Aussprache, und wir durften einige Beiträge in Egerländer Mundart genießen.

Vielen Dank an die Organisatoren, alle Mitwirkenden und alle Teilnehmer.

Edith Zaschka-Domes

Samstag 26.03.2022 Jahreshauptversammlung:

Egerländer ehrten verdiente Mitglieder

Zu ihrer Jahreshauptversammlung hatte die Egerländer Gmoi’z Offenbach ins Emil-Renk-Heim eingeladen. Begrüßt wurden die anwesenden Mitglieder durch die Vorsitzende Gertraut Hirsch. Nach einer 2 jährigen Zwangspause war es das erste Treffen seit der Corona Pandemie. Sie berichtete dass 2019 die letzte Jahreshauptversammlung im Emil-Renk-Heim war, aber dass trotz Corona die Egerländer für ihre Mitglieder aktiv waren. Z.B. gab es selbst gebackene Plätzchen zu Weihnachten, die dann vom Vorstand an die Mitglieder verteilt wurden oder die Sommeraktion Erde in Tablettenform und Gänseblümchensamen zum Aussäen im Blumentopf was gut bei den Mitglieder ankam. Dann gab es Kaffee und Kuchen, danach ging es weiter mit der Hauptversammlung. Nun gedachten die Anwesenden der Verstorbenen der vergangenen Jahre. Nach dem die Amtsinhaber ihre Berichte vorgetragen haben, wurden die Ehrungen für verdiente Mitglieder von Gertraut Hirsch und Roswitha Gangl vorgenommen.

Für 10 Jahre bekamen Alicia Winkler sowie Leon und Tim Loferer eine Urkunde. Angela Ermler wurde für 15 Jahre und Otto Hegen, Dorith Heinz, Heidi Schulz und Hedwig Witzel bekamen für 20 Jahre Mitgliedschaft eine Urkunde. Mit einer Treuenadel und Urkunde wurde Gerlinde Adam für 25 Jahre ausgezeichnet. Auch für Katharina König, Florian Plank und Edith Zaschka-Domes gab es eine Urkunde und Treuenadel für ihr 30 Jähriges. Für 35 Jahre Treue zu der Gmoi erhielten eine Treuenadel und Urkunde  Helga Birkner, Simon Hirsch, Anne König, Josef Richter und Matthias Wirth. Je eine Urkunde erhielten Irene Herold, Erich Hirsch, Emmi Raab für 40 Jahre, und Gertraut Felber, Andrea Gairing, Waltraut Maurer für stolze 45 Jahre Mitgliedschaft. An der Hauptversammlung nahmen 32 Mitglieder und ein Gast teil.

W. Lehmann

Sonntag 20. März 2022:

Am  Wochenende trafen sich der Sing- und Tanzkreis sowie die Jugend- und Kindergruppe der Egerländer Gmoi‘ z Offenbach im Christine Kempf Haus. Bei herrlichen Sonnenschein hatten sich die Aktiven nach langer Zeit der Pandemie wieder getroffen, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Bei einem gemütlichen Spaziergang genoss man das schöne Wetter und die Kleinsten der Schülergruppe, konnten sich auf dem Spielplatz austoben. Anschließend  gab es Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. So ließ man den schönen Sonntagnachmittag ausklingen.

W. Lehmann

Sonntag 20. Februar 2022:

Gemütlicher Nachmittag im Christine-Kempf-Haus
Zu einem gemütlichen Beisammen sein hatte sich der Sing- und Tanzkreis, sowie die Egerland-Jugend, ab 11.00 Uhr im Christine- Kempf- Haus in Bürgel getroffen. Jutta und Wilfried Lehmann haben im Auftrag der Egerland-Jugend für jeden 3 Sonntag des Monats die Räumlichkeiten im Christine-Kempf-Haus angemietet. Sinn ist es, außerhalb der Gruppenstunde sich zu treffen und mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam was zu unternehmen. Heute war das erste Treffen, man saß in einer gemütlichen Runde beisammen, für das leibliche Wohl gab es Pizza vom Lieferdienst und einige hatten Kaffee und Kuchen mitgebracht. Werner Wirth und Michael Schuster sowie Katharina König hatten einige Videofilme von früher zur Verfügung gestellt. Produziert wurde alles mit Laptop und Beamer von Michael Schuster, an die Wand. Es gab viel zu lachen, als man alte Videoaufnahmen vom Fasching sah, und so mancher hatte sich auch wieder erkannt. Für Fasching hatte man sich früher schon viele Ideen einfallen lassen. Als man noch jung und fit war, auch wurden Videos vom Bundesjugendtreffen gezeigt. Es war ein gelungener Nachmittag und alle hatten Spaß und konnten sich an alten Erinnerungen freuen.

Wilfried Lehmann

Samstag 13. November Hutzenau(b)md:

Gmoi-Rückblick in Bildern beim Egerländer Hutzenabend

Gertraud Hirsch begrüßte wieder einige Gmoimitglieder zum  November Hutzenabend. Dieser fand unter Einbehaltung aller Corona Vorsichtsmaßnahmen statt. Thema des Abends war der Gmoirückblick von 2019 bis 2021 in Bilder, den Chronistin Elke Schuster vorbereitet hatte.  Musikalisch wurde der Abend mit Liedern in Egerländer Mundart  vom Egerländer 3 Gesang Werner Wirth mit der Gitarre, Leo Hauer mit seiner Zither und Edwin Eckert, bereichert. Zur Freude aller Anwesenden.

W. Lehmann

Samstag, den 09.10.2021 Hutzena(b)md:

Ein gemütlicher Hutzenabend mit Witz und kleinen Geschichten
Zu ihrem ersten Oktober Hutzenabend  hatte die Egerländer Gmoi ‘z Offenbach ins Emil-Renk-Heim geladen. Vorsitzende Gertraud Hirsch konnte wieder einige Mitglieder trotz der Corona auflagen begrüßen. Leo Hauer erzählte einiges über die Erdäpfel (Kartoffel), dass sie früher im Krieg das Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung waren. Musikalisch spielten Werner Wirth (Gitarre) und Leo Hauer (Zither) Egerländer Lieder. Eine kleine Lausbuben Geschichte von den Kartoffel Mauser (Diebe), lass Gertraud Hirsch vor. Sie machten in der Erntezeit die Kartoffeläcker in Graslitz unsicher. Mit kleinen Witzen heiterte Leo Hauer die Anwesenden auf und alle lachten herzlich darüber.
W. Lehmann

Sonntag 3.Oktober 2021:

Landesvorstand des BdeG Hessen: Landeshauptversammlung mit Neuwahlen in Limburg /Linter

Landesverband der Egerländer in Hessen: Gerlinde Kegel als Landesvorsitzende bestätigt
Erstmals in Limburg traf sich am 3. Oktober 2021 der Landesverband der Egerländer Gmoin in Hessen zu seiner Landesarbeitstagung in Limburg-Linter. Landesvüarstäihare Gerlinde Kegel konnte 37 Teilnehmer aus 11 der insgesamt 14 Gmoin des Landesverbandes begrüßen. Auf dem Programm standen Berichte der Amtswalter, der Egerland-Jugend, aus den Gmoin sowie Neuwahlen.
Schwierig gestaltete sich der Rückblick auf den 2-jährigen Berichtszeitraum. Der im Oktober 2019 neu gewählte, verjüngte Landesvorstand nahm mit mehreren Sitzungen sofort seine Arbeit auf. Danach wurde aufgrund der Corona-Auflagen auf persönliche Treffen verzichtet und die Vorstandsarbeit auf E-Mail, Telefon und WhatsApp und auch auf digitale Sitzungen umgestellt. Im März 2020 fand der Landesjugendtag mit anschließendem Tanzseminar in Lich statt. Mit diesem Termin endete Corona-bedingt zunächst das Tanzen.
Ausgefallene Veranstaltungen zogen durch die Kurzberichte der Sachwalter. Die Rückgabe von nicht mehr benötigten Trachten an den Landesverband bringt die Lagerkapazitäten an ihre Grenzen. Andererseits besteht an anderen Orten Bedarf für Trachten. Deswegen ist ein „Trachtenflohmarkt“ angedacht. Beim Hessentag hofft man auf die Auftrittsmöglichkeit für Volkstanz im HVT-Zelt. Seit Bestehen des Hessentages in 1961 nehmen die Egerländer am Festzug teil. Nach aktuellem Stand findet in 2022 der Festzug in Haiger statt.
Die Berichte der hessischen Gmoin verwiesen auf die praktisch lahm gelegte Gmoi-Arbeit durch Corona mit dem Ausfall aller Veranstaltungen und dem Wegfall von persönlichen Treffen. Der Altersdurchschnitt steigt weiter an, die Zahl der Mitglieder nimmt ab. Dies gilt auch für die Gesamtzahl der Gmoin in Hessen. Der Bundesvorsitzende (Bundesvüarstäiha Volker Jobst nahm als Gast an der Veranstaltung teil und informierte ausführlich über die Aktivitäten des Bundes. Hier ist besonders die digitale Verbreitung des Egerland-Tages hervor zu heben. Auf https://www.youtube.com/watch?v=BTYK-s74MBs (Suche: Egerlandtag) lassen sich die Aufnahmen weiterhin ansehen. Hermine Bender (Gmoi Dillenburg) überreichte Gerlinde Kegel den Notensatz und historische Plakate der „Egerländer Bauernhochzeit“. Das mundartliche Singspiel wurde von Josef Czerny für Klavier (mit Text) komponiert. Die Noten wurden von Frau Marie Schuster, geb. Lorenz, in Eger erworben. Frau Schuster hat die Noten bei der Vertreibung mitgenommen. Sie hat das Werk gemeinsam mit anderen Heimatvertriebenen 1948 in Niederroßbach (Dillkreis) zur Aufführung gebracht.
Bei den Neuwahlen wurde Gerlinde Kegel (Gmoi Herborn) als Landesvorsitzende (Landesvüarstäihare) bestätigt. Ihre Stellvertreter sind Wolfgang Jordan (Gmoi Braunfels) und Josef Zoubek (Gmoi Mörlenbach). Im erweiterten Landesvorstand arbeiten aktiv 14 Egerländer aus den mittelhessischen Gmoin Braunfels, Dillenburg, Herborn, Hungen, Limburg mit.
Die Landes-Frühjahrstagung ist für den 3. April 2022 geplant. Der Hessentag findet vom 10. – 19. Juni in Haiger statt, der Festzug ist somit am 19. Juni 2022.
Bericht: Hans-Jürgen Ramisch

Sonntag 19.09.2021 Kirchweih-Nachmittag der Egerländer in Coronazeiten

Letztes Jahr musste das Fest zur Kirchweih, von der sich auch der Begriff Kirmes ableitet, corona-bedingt leider ausfallen. Seit 1955 richtete die Egerländer Gmoi Offenbach diese Veranstaltung aus, zunächst in der Messe-Halle und Stadthalle Offenbach, dann in der Willy-Brand-Halle Mühlheim. Hier wurden Egerländer Volkstänze und -lieder gezeigt und kräftig das Tanzbein geschwungen. Doch dieser zwangsweise körperliche Kontakt war ja letztes Jahr nicht möglich.
Umso mehr freuten sich die Mitglieder des Vereins, dass zumindest dieses Jahr eine Veranstaltung in kleinem Rahmen möglich war. Ohne Tanz und Gesang, geimpft bzw. getestet und mit Mundschutz, aber immerhin. Es war die erste persönliche Zusammenkunft seit eineinhalb Jahren.
Die Vorsitzende Gertraud Hirsch konnte hierzu eine begrenzte Anzahl von Mitgliedern im Emil-Renk-Heim in Tempelsee begrüßen. Auch sie brachte ihre Freude zum Ausdruck, wieder viele bekannte Gesichter zu sehen, und kündigte an, die monatlichen Zusammenkünfte nun wieder durchführen zu wollen, wenn die gesetzlichen Vorgaben es zulassen.
Der Ehrenvorsitzende Leo Hauer hatte zu dieser Kirchweih-Veranstaltung ein Programm zusammengestellt. Unterstützt wurde er von Gertraud Hirsch und Werner Wirth.
In Vorträgen und Gedichten wurde hier vermittelt, wie ausgeprägt, meistens 3 Tage lang, dieses Fest nach der schweren Feld- und Erntearbeit im ländlichen Raum des Egerlands gefeiert wurde. Daran änderte auch der Erlass des Kaisers Joseph II von Österreich nicht viel, die sogenannte Kaiserkirchweih am 3. Sonntag im Oktober zu feiern. Es wurde dann eben 2-mal gefeiert. Musikalisch umrahmt wurden die Vorträge von egerländer Weisen mit Zither und Gitarre.
Für das leibliche Wohl war auch gesorgt. Einige Gmoimitglieder hatten den guten Kirchweih-Kuchen und weitere Spezialitäten gebacken. Auch gab es Karlsbader Oblaten.
Und zum Reden gab es auch genügend Pausen, die nach der langen Abwesenheit ausgiebig genutzt wurden.
So ging ein schöner Nachmittag zu Ende.
Werner Wirth

12./13. Juni 2021 in der Marktredwitz:

Bundeshauptversammlung

Pandemiebedingt musste die BHV mit Neuwahlen des Bundesvorstandes bereits zweimal verschoben werden. Nun sollte es endlich soweit sein. Die Durchführung der Tagung in Marktredwitz wurde mit entsprechendem Hygienekonzept genehmigt.
Unsere Offenbacher Gmoi darf vier Stimmen wahrnehmen (3 pro Person), aufgrund der Mitgliederzahl und unserer aktiven Egerland-Jugend. So beschlossen Katharina König und ich, unsere Gmoi zu vertreten.
Am Samstag früh fuhren wir gemeinsam mit dem Auto nach Marktredwitz, bezogen unsere Zimmer im Bayerischen Hof (doppelt geimpft bzw. mit aktueller covid-negativ-Bescheinigung). Es fühlte sich gut an, wieder in unsere Trachten zu schlüpfen. Es blieb noch etwas Zeit für ein Eis und frisch gestärkt trafen wir die anderen Gmoivertreter in der neu renovierten historischen Stadthalle. Dort waren Tische aufgestellt und alles war auf das Hygiene- und Abstandskonzept ausgerichtet.
Unser Bundesvüarstäiha Volker Jobst begrüßte alle Anwesenden. Günther Wohlrab stellte fest, wer anwesend ist (47 Gmoin) und notierte die Stimmübertragungen (73 Stimmen). Alle waren dankbar, dass genügend Gmoivertreter den Weg nach Marktredwitz gefunden haben, so dass nun – nach 3 Jahren – Rechenschaft über das Vereinsgeschehen abgelegt und später die Entlastung aller Amtsverwalter durchgeführt werden konnte.
Der Rückblick von Volker Jobst war bebildert, umfangreich und sehr informativ. Es waren unzählige Veranstaltungen, die der Bund, die Landesverbände und die einzelnen Gmoin organisiert und besucht haben. Beim Zuschauen kam etwas Wehmut auf, aber auch der starke Wille, möglichst bald wieder daran anknüpfen zu können.
Auch der neue Flyer des Bundes der Eghalanda Gmoin e.V. wurde vorgestellt und fand großen Anklang.
Am Samstagabend fand man sich in kleinen Gruppen zusammen und genoss die Zusammenkunft in der Außengastronomie.
Sonntag fanden die umfangreichen Neuwahlen statt. Es waren insgesamt 68 Ämter zu besetzen bzw. die Ämter der Egerland-Jugend zu bestätigen. Erfreulich und besonders hervorzuheben ist, dass sich für alle Ämter motivierte und geeignete Personen fanden und so der Weiterbestand gesichert ist.
Die Mittagessen erhielten wir durch einen Caterer in der Stadthalle. Getränke und Kolatschen waren auch erhältlich.
Ein Ausblick auf den Egerlandtag am 4. Juli 2021 wurde gemacht. Die Veranstaltung findet an einem Tag statt und der Höhepunkt wird wohl die Wiedereröffnung des Egerland-Kulturhauses in Marktredwitz nach vierjähriger Sanierung und Modernisierung sein. Die neue Trachtenausstellung wird mit Sicherheit begeisterte Anhänger finden. Hier kann nicht in Worten ausgedrückt werden, welche Leistung und Herzblut hier von den Trachtenbeauftragten erbracht wurde.
Ich denke, wir alle können uns schon riesig darauf freuen, wenn es wieder möglich
sein wird, dass wir das Egerland-Kulturhaus besuchen dürfen. Es ist beeindruckend renoviert, auf dem neuesten Stand der Technik und wird auch folgenden
Generationen anschaulich zeigen, wo die Wurzeln der Sudetendeutschen liegen und was zum Brauchtum gehört und bewahrt werden muss.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der guten Organisation der Tagung und gratulieren Volker Jobst und seinem Vorstand zu den Ämtern.
Füa(r unna Hoimat all‘s! – und jetzt erst recht

Bericht : E.Zaschka-Domes

Bild: Erich Wetzka / Peter Brezina

Inhalt und Form der Beiträge in Eigenverantwortung der Verfasser!

Stand: 09.06.2022